Verhaltenstherapie
Die Verhaltenstherapie ist eine sehr alltagspraktische und lösungsorientierte Methode. Gemeinsam mit dem Therapeuten werden Probleme genau analysiert und auf den Punkt gebracht. Danach werden Lösungsmöglichkeiten überlegt, ausgewählt und Schritt für Schritt in die Tat umgesetzt. Die Erfolge werden gemeinsam betrachtet, und gegebenenfalls werden neue Ideen einbezogen. Ziel der Veränderung kann das Verhalten sein („Wie kann ich meine Bedürfnisse so ausdrücken, dass ich ernst genommen werde?“) oder hinderliche Gedanken („Ich muss immer alles perfekt machen!“). Die Vergangenheit, in der die Ursachen der Probleme liegen, kommt dabei nicht zu kurz, steht aber nicht im Vordergrund. Zur Übersicht werden die im Gespräch erarbeiteten Punkte oft am Flipchart festgehalten. Veränderungen können während der Therapie in der Phantasie oder auch praktisch im Rollenspiel ausprobiert werden. Gelegentlich wird die Therapie aber auch ganz nach draußen verlegt, wenn es z.B. um den Abbau von Ängsten geht. Zu den weiteren Möglichkeiten gehören unter anderem Stressmanagement, Stärkung des Selbstwertgefühls oder das Erlernen eines Entspannungsverfahrens (z.B. PMR – Progressive Muskelentspannung).
Bei der Verhaltenstherapie wird in der Regel ein Rhythmus von einer Stunde (50 min) pro Woche gewählt. Nach der probatorischen Phase werden entweder 25 Stunden (Kurzzeittherapie) oder 45 Stunden (Langzeittherapie) beantragt, die nach der Bewilligung durch die Krankenkasse bei Bedarf ausgeschöpft werden. Sollte es nötig sein, kann der Stundenumfang erhöht werden. In der Regel dauert eine Verhaltenstherapie aber nicht länger als 80 Stunden.